Neuer Pavillon für Unfallchirurgie für moderne und komfortable Akutversorgung
Wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur Zentralklinik
Nach rund 1,5 Jahren Bauzeit ist der neue Pavillon 92 in der Klinik Ottakring fertiggestellt und in Betrieb gegangen. Seit Juni werden Patient*innen der Unfallchirurgie im Neubau versorgt, Ende August ist auch die allgemeine Intensivstation übersiedelt. Der temporäre Holzmodulbau bietet moderne Räumlichkeiten für die Akutversorgung und ist zugleich ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur neuen Zentralklinik. 2033 übersiedeln die Abteilungen dann in den ersten Bauteil der neuen Zentralklinik. „Mit dem neuen unfallchirurgischen Pavillon in der Klinik Ottakring schaffen wir Versorgungssicherheit für die Wiener Bevölkerung und gestalten die Zeit bis zur neuen Zentralklinik mit einer modernen, nachhaltigen und zugleich sehr angenehmen Infrastruktur“, betont Stadtrat Peter Hacker.
Mehr Platz, kürzere Wege, moderne Medizin
Mit mehr als 53.000 ambulanten Patient*innenkontakten allein im vergangenen Jahr zählt die Unfallambulanz der Klinik Ottakring zu den am stärksten frequentierten Unfallambulanzen Wiens. Pavillon 92 bietet dafür großzügige, moderne Räumlichkeiten und einen zusätzlichen Eingriffsraum für die Unfallchirurgie. Auch die Intensivstation wurde nach modernen medizinischen und organisatorischen Anforderungen neugestaltet. Insgesamt stehen 6 Intensivbetten in 3 Doppelzimmern sowie 2 Isoliereinheiten für infektiöse Patient*innen zur Verfügung.„Wir investieren in die Infrastruktur unserer Kliniken, damit Wien auch in Zukunft über ein leistungsfähiges Gesundheitssystem verfügt. Mein besonderer Dank gilt den mehr als 4.000 Mitarbeiter*innen der Klinik Ottakring, die tagtäglich für die Menschen in Wien da sind und diesen Modernisierungsprozess mitten im laufenden Betrieb mittragen“, so Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes.
Ein wesentlicher Vorteil des Neubaus sind die kurzen Wege: Die Intensivstation liegt ebenerdig und befindet sich auf derselben Ebene wie der Schockraum. Auch die Abläufe in der Unfallambulanz wurden neu organisiert. Patient*innen, die mit der Rettung gebracht werden und jene, die selbständig kommen, werden über getrennte Wege geführt. Das zentral gelegene Röntgen kann von beiden Seiten genutzt werden. „Im neuen Pavillon 92 ist vieles größer, moderner und besser auf die medizinischen Abläufe abgestimmt. Auf der Intensivstation profitieren unsere Teams beispielsweise von mehr Bewegungsfreiheit rund um die Betten, da die Medizintechnik platzsparend an der Decke montiert ist. Gleichzeitig wurden die Abläufe gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen neu gedacht. Das schafft bessere Voraussetzungen für eine rasche und sichere Versorgung“, erklärt Peter Gläser, Ärztlicher Direktor der Klinik Ottakring.
Modernste Medizintechnik trifft auf wohnliche Atmosphäre
Neben Funktionalität und kurzen Wegen wurde auch auf eine angenehme Atmosphäre Wert gelegt. Warme Holzverkleidungen, indirekte Beleuchtung und freundliche Farben prägen die Innenräume. Holz spielt damit sowohl bei der Konstruktion als auch bei der Gestaltung eine zentrale Rolle. Die vorgefertigten Holzmodule ermöglichten zudem eine rasche Errichtung bei vergleichsweise geringer Staub- und Lärmbelastung auf der Baustelle. So verbindet der neue Pavillon eine flexible, temporäre Bauweise mit moderner medizinischer Infrastruktur und einer wohnlichen Gestaltung.
Errichtung bei laufendem Klinikbetrieb
Die Planung und Umsetzung des Neubaus erfolgte bei laufendem Klinikbetrieb – eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten. Der neue Pavillon umfasst 3.130 Quadratmeter Nutzfläche auf 3 Stockwerken. Mitarbeiter*innen aus den medizinischen Abteilungen waren von Beginn an eng in die Planung eingebunden. „Bauen bei laufendem Klinikbetrieb gehört zu einer der größten Herausforderungen bei der Umsetzung des Modernisierungsprogramms des Wiener Gesundheitsverbundes. Umso mehr freut es mich, dass wir die Planung und Umsetzung professionell und effizient und vor allem nach Plan abschließen konnten. Besonders wichtig war dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiter*innen und Projektteam. Die Mitarbeiter*innen vor Ort wissen am besten, was sie für ihre tägliche Arbeit benötigen. Indem dieses Wissen frühzeitig in die Planung einfließt, können wir gemeinsam Arbeitsplätze schaffen, die den tatsächlichen Anforderungen im Klinikalltag entsprechen. Davon profitieren am Ende vor allem die Patient*innen“, so Marie-Thérèse Vierke, Geschäftsführerin der Wiener Gesundheitsverbund Projektentwicklungs- und Baumanagement GmbH (PB), die sowohl Planung als auch Umsetzung sämtlicher Modernisierungsprojekte verantwortet.
Sanierung des OP-Bereichs
Auch die Abteilung für Plastische Chirurgie wird in den kommenden Monaten in den neuen Pavillon 92 übersiedeln. Gleichzeitig wird im benachbarten Pavillon 30 der OP-Bereich saniert. Mit dem neuen Holzmodulbau, dem sanierten OP-Bereich im Pavillon 30 und dem direkt angeschlossenen Hubschrauberlandeplatz entsteht so eine moderne medizinische Versorgungseinheit für die kommenden Jahre. 2033 übersiedeln dann die Abteilungen für Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, sowie OPs und Intensivstation in den ersten Bauteil der neuen Zentralklinik.

